…jetzt kommt der schon wieder mit dem längst aus der Mode gekommenen Motorsport…
… das will doch niemand sehen!
…das hat doch nix mit Business zu tun!
D O C H 🏁
denn das mag ja alles wohl stimmen, aber erstmal gilt es, einen Etappensieg zu feiern - heute vor drei Jahren habe ich meine Freiberuflichkeit aus der Taufe gehoben & der Abhängigkeit von nur einem Brötchengeber den Rücken gekehrt… 🏆
projektretter.jetzt geht in das vierte Jahr!
Drei Jahre mit Höhen und Tiefen - ständigem Überarbeiten des eigenen status quo und damit auch der Erkenntnis, dass manch eine zurückgelegte Strecke nicht in die passende Richtung führte… 🙅♂️
Manches Mal war ich kurz davor, den optimalen Wirkungsbereich der Reifen zu verlassen - bewege ich ein Fahrzeug ständig am Limit, bauen die Reifen schneller ab, als Euch lieb ist… 🚨 (Ich habe es mehrfach überprüfen dürfen, da ich durchaus ca. 150 sportliche Runden auf der legendären Nürburgring Nordschleife mit eigenen Fahrzeugen unter die Räder genommen habe…)
Zurück zum eigentlichen Thema: ist Motorsport wirklich nicht mehr „in“?
Ist es verwerflich, wenn viele Teilnehmende auf einer abgesperrten Rennstrecke auf der Jagd nach der optimalen Runde sind? Ich habe viele tausende Kilometer auf Autobahnen und Landstraßen zurückgelegt und was dort manchmal abgeht, ist heftiger als der Langstreckensport… da wird ausgebremst, geschnitten, geblinkt, gehupt - nur um (bestenfalls) 60 Sekunden früher zurück am Schreibtisch zu sitzen… 🤬 Verrückt und unverantwortlich!!!
Was haben das Foto und meine Erzählungen mit Business zu tun?
Ganz einfach:
1.) Kontinuität siegt
- kurz mal einen Sprint einlegen: völlig legitim, danach aber das Tempo hochhalten und nicht in ein Bummeltenpo verfallen, dass schafft die Meter!
2.) den Bogen nicht überspannen
- riskante Manöver verleiten mich dazu, Mensch und Maschine ans Limit zu bringen. Ständig Vollgas schadet überall. Notwendige Erholungszeiten berücksichtigen… (wie oft hatte ich richtig schnelle Fahrzeuge in der Grünen Hölle im Kurvengeschlängel hinter mir lassen können, weil ihre Fahrer nur geradeaus schnell sein konnten).
3.) taktisch fahren / taktisch die Maschinen belegen
- nicht zu Beginn alles raushauen und dann feststellen, dass mir Material fehlt und ich die Performance nicht aufrecht halten kann… habe ich viel zu oft erleben dürfen - auf der Rennstrecke und in der Fertigung.
4.) „if you want to finish first you first have to finish“
- geht in Punkt 3 ein. Nicht den Mund nur voll nehmen… nein, auch abliefern… Grandios selbstbewusste Bereichsleiter wurden auf mal ganz klein, wenn Umstände eintrafen, die sie nicht auf dem „Radar“ hatten. Immer mit dem Unerwarteten rechnen und einen „Plan B“ habe -> Stichpunkt FMEA